Guide · Setup & Grundlagen
Deine Marke einmal hinterlegen
Danach baut Claude in deinem Stil weiter, ohne dass du ihn erklärst.
- Ein System
- Statt jedes Mal neu erklären
- Selbstprüfung
- Vor der Ausgabe, nicht danach
- PDF + PPTX
- Export direkt aus Claude
Der Unterschied ist nicht, dass Claude Farben erkennt.
Der Unterschied ist, dass du ihm ein Design-System übergibst und Claude sein eigenes Ergebnis dagegen prüft, bevor du es überhaupt zu sehen bekommst. Du bekommst also nicht etwas, das ungefähr nach deiner Marke aussieht, sondern etwas, das aus deinen Bausteinen gebaut wurde.
DER KERN
Woher das System kommt
Drei Wege hinein, ein Verhalten danach
Aus einem GitHub-Repo
Wenn dein Code schon Komponenten und Farbwerte enthält, ist das die sauberste Quelle. Claude baut dann mit genau diesen Bausteinen weiter.
Aus Design-Dateien
Bestehende Design-Dateien oder ein Styleguide lassen sich direkt importieren, ebenso Word-, PowerPoint- und Excel-Dateien.
Aus einer Webseite
Gibt es weder Code noch Dateien, nimmst du eine Erfassung deiner Webseite. Daraus liest Claude Farben, Schriften, Abstände und den Tonfall der Texte.
Danach: die Selbstprüfung
Egal woher es kommt — Claude erzeugt mit den Komponenten des Systems und gleicht das Ergebnis dagegen ab, bevor es dir angezeigt wird.
Im Team: eine verbindliche Fassung
Für größere Teams gibt es eine Rolle, die ein Design-System als Standard freigibt und Änderungen daran sperrt. Damit baut niemand mehr aus Versehen mit einer alten Palette.
PROMPT 1
Marke einlesen
Wenn du nur eine Webseite hast und sonst nichts
Hier ist unsere Webseite: [DEINE URL]
Lies sie aus und leg daraus ein Design-System an. Ich brauche:
- Farben mit Hex-Werten, getrennt nach Hintergrund, Text, Akzent
- Schriftfamilien mit Größen und Gewichten für Überschrift,
Fließtext und Kleintext
- Abstände, Eckenradien und Schattenwerte
- Button-Zustände: normal, überfahren, deaktiviert
- Den Tonfall der Texte in drei Sätzen beschrieben
Regeln:
- Nimm nur, was wirklich auf der Seite steht. Erfinde keine
Zwischenwerte und keine fehlenden Zustände.
- Wo du unsicher bist, schreib es als offene Frage ans Ende,
statt zu raten.
- Leg alles als eine Datei an, die ich wiederverwenden kann.
Zeig mir danach die Farbpalette und die Schriftskala als Übersicht,
bevor wir irgendetwas damit bauen.Der letzte Absatz ist die Sicherung.
Eine falsch erkannte Akzentfarbe zieht sich sonst durch jede Präsentation, die du danach baust. Einmal draufschauen kostet dich zehn Sekunden und spart dir das Nacharbeiten an zwanzig Folien.
PROMPT 2
Damit bauen
Erst wenn die Palette stimmt
Nimm das eben angelegte Design-System und bau mir daraus:
[eine Präsentation über X / einen Prototyp für Y / ein Angebot]
Bedingungen:
- Verwende ausschließlich Farben, Schriften und Abstände aus dem
System. Keine neuen Werte.
- Prüf das Ergebnis gegen das System, bevor du es mir zeigst, und
sag mir, an welchen Stellen du abweichen musstest und warum.
- Halte dich beim Text an den beschriebenen Tonfall.
Zum Schluss: exportier es als PDF und als PowerPoint./design Design-Projekte anlegen, ändern und abgleichen
/design-sync Holt das Design-System in Claude Code hineinWarum der Terminal-Weg zählt.
Mit /design-sync startet Claude Code nicht mehr bei null, sondern bei deinen vorhandenen Komponenten. Aus einem Design wird damit direkt Code in deiner Handschrift, statt dass jemand das Layout hinterher nachbaut.
DER ÜBERGANG
Vom Design zur App
Hier hört das Gestalten auf und das Bauen fängt an
Ich habe in Claude Design ein Interface für [WAS ES WERDEN SOLL]
gebaut. Zieh das Design-System mit /design-sync hier herein und mach
daraus ein lauffähiges Projekt.
Stack: [DEIN STACK, z.B. Vite mit React und Tailwind, SQLite]
Wichtig:
- Verwende die Komponenten und Werte aus dem Design-System.
Keine neuen Farben, keine neuen Abstände.
- Bau zuerst nur die Oberfläche mit Beispieldaten. Noch keine
Datenbank, noch keine Anmeldung.
- Sag mir danach, welche Daten du brauchst und welche Felder,
bevor du die Datenbank anlegst.
- Alles, was im Design nur angedeutet ist, fragst du nach,
statt es dir auszudenken.
Sag mir am Ende den Befehl, mit dem ich es starte.Ein Design beantwortet drei Fragen nicht.
Was passiert, wenn nichts da ist. Was passiert, wenn etwas schiefgeht. Und wer was sehen darf. Diese drei Punkte stehen in keinem Entwurf, und genau daran scheitern die meisten Projekte, die aus einem Design entstanden sind. Klär sie, bevor du die Datenbank anlegen lässt, nicht danach.
ÜBERSICHT
Wo es rausgeht
Export und angebundene Werkzeuge
WEG
- PowerPoint
- Canva, Adobe
- Miro, Gamma
- Vercel, Wix, Replit
- Lovable, Base44
WOFÜR
- Angebot, Konzept, alles zum Verschicken
- Wenn beim Kunden weitergearbeitet wird
- Für die Grafikleute im Team
- Workshops und Präsentationen
- Wenn aus dem Entwurf eine Seite wird
- Prototyp direkt weiterbauen
Zwei Dinge, die dich sonst überraschen.
Claude Design ist Beta und läuft ab dem Pro-Abo. In Firmenkonten sind sowohl das Produkt als auch die Anbindungen standardmäßig aus — das muss eure Verwaltung freischalten. Und es teilt sich das Nutzungslimit mit Chat, Cowork und Claude Code: wer viel gestaltet, merkt das an anderer Stelle.
NÄCHSTER SCHRITT
Direkt umsetzen
Eine halbe Stunde, dann hast du deine Marke hinterlegt
Quelle wählen
Code vorhanden? Dann das Repo. Sonst Design-Dateien. Wenn beides fehlt, nimm deine Webseite.
System anlegen und prüfen
Prompt von Seite 3 nutzen und die Palette einmal ansehen, bevor du weiterbaust.
Eine echte Sache bauen
Nimm etwas, das du diese Woche ohnehin brauchst — ein Angebot, eine Präsentation. Nicht ein Testprojekt.
Einmal ins Terminal holen
Mit /design-sync das System in Claude Code ziehen. Ab da entsteht Code direkt in deinem Stil.
Grundlage: Anthropic zu Claude Design (Beta, verfügbar ab Pro; Design-System-Import aus Repo, Dateien oder Upload mit Abgleich vor der Ausgabe; Export als PDF und PowerPoint; Anbindungen an Adobe, Base44, Canva, Gamma, Lovable, Miro, Replit, Vercel, Wix; /design und /design-sync in Claude Code). Beta-Produkte ändern sich schnell — prüf im Zweifel, was bei dir angezeigt wird.